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Von der unkontollierten zur kontrollierten Jagd mit Rocco

Barbara hat den Kontakt zu mir gesucht, da ihr Labrador Retriever Rocco intensiv bewegenden Reizen hinterher jagd - Insbesondere fahrenden Autos. Nach einer Erstberatung, in welchem wir Roccos Jagdverhalten analisierten und einen Trainingsplan erstellten, starteten wir mit den Praxiseinheiten. Grossartig ist es zu sehen, was zu Beginn undenkbar war, sich bis heute verändert hat.

(Entschuldigt die Schlechte Bildqualität welche den Lichtverhältnissen am Abend geschuldet ist)

Wie in der Erstberatung besprochen, sehe ich das Jagdverhalten auf bewegende Reize nicht nur als problematisches Verhalten für Barbara im Alltag, sondern vielmehr als ein grosses Bedürfnis seitens Rocco. Also begannen wir damit, Rocco eine Alternative zu bieten. Für diese wählten wir die Arbeit mit der Hetzangel. Natürlich war Rocco schon von Beginn weg mit vollem Elan dabei. Es zeigte sich jedoch, dass es fast undenkbar ist, den an der Hetzangel befestigten Futterbeutel, zu Boden zu legen, ohne dass Rocco losrannte. Also begannen wir damit, ihm als erstens das Abwarten in einer solchen Sitution beizubringen - Rocco bemühte sich sehr, doch es war für ihn keineswegs einfach.

In weiteren Trainingseinheiten erhöhten wir anschliessend den bewegenden Reiz um immer mehr in Richtung der alltäglichen Sitution zu gelangen. Heute, nach 4-5 Trainningseinheiten ist es so weit, Rocco kann abwarten, sogar wenn sich der Futterbeutel und die Hetzangel bewegt. Was zu Beginn undenkbar schien ist, durch das intensive Trainning von Barbra, Wahrheit geworden.

Durch dass Rocco nun eine Alternative geboten wird und er sich somit von Barbara verstanden fühlt hat sich auch seine Sichtweise und Beziehung zur Bezugsperson verändert. Toll zu sehen, was die beiden erreicht haben und ich bin überzeugt noch erreichen werden - Danke den beiden für das Vertrauen, Interesse und die tollen Trainingsstunden!

Anmerkung: Wer mich kennt weiss, dass die Weihnachtszeit und materielle Geschenke nicht mein liebstes ist. Doch solche Erlebnisse nehme ich sehr gerne als "Weihnachtsgeschenk" an und zeigen mir, es lohnt sich, auch wenn es zu Beginn undenkbar scheint!